Episode Transcript
[00:00:00] Speaker A: Ja, halli hallo. Wir sind wieder zurück mit Teil 3 des Interviews mit Molly Su Das ist der Podcast Germany Points, der ESC Podcast mit Katja Feller und Alexander Schaaf.
Unsere Mission lautet, dass Deutschland den ESC verdammt noch mal wieder gewinnen soll.
Deswegen haben wir auch in der letzten Folge etwas über die ESC Erfolgskriterien gesprochen. Ja, meine erste Frage geht tatsächlich an dich, Katja, denn wir haben ja jetzt schon verschiedene Sachen ausprobiert, die wir zum ESC geschickt haben.
Aber welches Genre wäre denn für dich nochmal ein überraschendes Genre? Also für den ESC, das wir doch nicht geschickt haben, was aber vielleicht ganz gut funktionieren könnte Beim ESC Schlager wäre
[00:00:46] Speaker B: zum Beispiel gar nicht schlecht, weil das ist so was Urdeutsches, also dass man wirklich mal was Urdeutsches nimmt, wofür Deutschland auch einfach musikalisch steht aus der Vergangenheit, aus der Historie, aus der eigenen langen Geschichte heraus. Gut, die Schlager gab es jetzt nicht vor 200 oder 500 Jahren, das jetzt nicht, dann hätte man wahrscheinlich auch ins Mittelalter zum Minnesang übergehen müssen. Das würde vielleicht jetzt nicht so funktionieren.
Aber ich sag mal, hat ja trotzdem eine jahrzehntelange Historie und so Popschlager ist ja total modern. Also siehe Helene Fischer, das kommt bei Jungen bei Altgut an und auch mit, wie hieß denn der Song aus dem Bierzelt, der so viral gegangen ist? International war das Laura, dieser Layla, Layla
[00:01:34] Speaker C: war das Layla, der Laila Song, der
[00:01:36] Speaker B: verboten wurde, der ist ja auch absolut international mega eingeschlagen. Also das nur mal so als ein Kriterium.
[00:01:46] Speaker A: Und die Show halt, die möchte ich auch noch reinbringen, einen stärkeren Fokus auf die Show, weil das haben wir in den letzten Jahren beobachtet.
Ich sage nur, JJ, der für Österreich geworden ist, das ist ja ein Musikvideo eigentlich gewesen, das live aufgeführt wurde. Man hat das aber gar nicht mehr gesehen, dass das live war, weil das so stark durchinszeniert gewesen ist.
Das hätte man so auf YouTube stellen können und das hätte keiner gemerkt, dass das eigentlich ein Live Auftritt ist.
[00:02:14] Speaker B: Ja, Nemo war ja noch stärker.
[00:02:16] Speaker C: Ja,
[00:02:19] Speaker B: hast du das gesehen gehabt mit Nemos Auftritt? Ich Ja, das war Hammer, ne?
[00:02:24] Speaker C: Es war der Hammer und auch JJ, also beide. Ich fand das damals auch schon cool. Ich fand das schon bei, also ich sag jetzt mal Risike Phoenix bei Conchita fand ich einfach auch schon mega für damals, sag ich jetzt mal so. Und da war ich auch schon so, wow, was eine Show ausmacht, weil das hatte Lena zum Beispiel ja jetzt nicht.
Und da fand ich schon diesen Sprung irgendwie ganz cool und dachte auch eher, dass es von Jahr zu Jahr noch krasser wird und auch bei Deutschland irgendwie, dass wir auch da so ein bisschen mitgehen und bin gespannt, wie das dann, wer das nächstes Jahr macht und wie das dann ist. Ich fand, wir haben uns schon beim Vorentscheid auf jeden Fall Mühe gegeben, aber wie schon gesagt, TV generell, Quoten generell sind jetzt nicht mehr das, was sie mal waren. Und ich weiß nicht, inwiefern da auch das Budget ist und wie sich das einspielen lässt. Ich weiß, die Schweiz macht ja gar keinen Vorentscheid in die Richtung, sondern wählt einfach intern aus.
Vielleicht wäre das tatsächlich was, um Geld zu sparen, dann zu sagen, hey, wir hauen jetzt alles für wen rein, für die, für die Show.
Obwohl ich natürlich sagen muss, es war eine coole Erfahrung, den Vorentscheid mitzumachen und auch die Möglichkeit zu haben, die Bühne zu bekommen.
Aber ich glaube auch fürs erneute Bewerben hätte es vielleicht auch mehr gegeben, die dann immer wieder sich bewerben würden, weil ich weiß auf jeden Fall, dass es in der Schweiz immer wieder welche gibt, die zweiten, dritten Platz belegen und sich immer und immer wieder bewerben und dranbleiben. Und das ist in Deutschland jetzt irgendwie nicht so krass. Also da kommen die einmal und dann meistens bewerben die sich nicht noch mal.
[00:03:54] Speaker A: Das stimmt. Obwohl Stefan Raab ja letztes Jahr gesagt unbedingt noch mal bewerben beim nächsten Mal. Aber die Kandidaten haben wir dann nicht mehr gesehen, die eigentlich auch sehr gut waren.
[00:04:04] Speaker B: Ja, Stefan Raab hat aber mehrfach mitgemacht.
[00:04:07] Speaker C: Das stimmt.
Der war die Konstante.
[00:04:11] Speaker B: Der war die Konstante, aber natürlich die viel größer Konstante, die noch vor Stefan Raab eigentlich es eigentlich ist ja nicht die größere Konstante. Er ist eigentlich die ESC Legende. Das ist Ralf Siegel.
[00:04:25] Speaker C: Ralf Siegel, ja.
[00:04:27] Speaker B: Kennst du den, den Namen?
[00:04:28] Speaker C: Ja, den Namen kenne ich auch. Also es wurde tatsächlich in der ESC Phase jetzt noch viel intensiver mit dem Wissen als vorher. Ich dachte vorher schon, ich bin so ein ESC Fan, weil ich es gucke. Danach war ich Ah ne, bin ich doch nicht. Ich habe das gemerkt, als ich vom NDR gefragt wurde, Nicole oder Lena und ich kannte ihr Lied, aber ich wusste nicht, dass es Nicole gesungen hat. Ein bisschen Frieden. Ich war Lena.
Ich glaube Lena. Ich habe es auch nicht erzählt, dass ich nicht wusste, wen er meinte mit Nicole in dem Moment und danach war ich ja gut, weil beide. Ja, jetzt verstehe ich, wo wir gerade
[00:05:03] Speaker B: beim Thema singen, willst du nicht mal deinen Song Optimist ansingen?
Ja, Molly, herzlichen Dank. Das klang doch super und hat noch mal so ein bisschen ESC Vibes bei uns reingebracht. Richtig, Ich könnte ewig mit dir quatschen, das ist so.
Komm, dann machen wir noch mal ganz kurz zum Abschluss. Das war jetzt eigentlich schon ein perfekter Abschluss, aber wir haben angekündigt am Anfang, wir müssen noch mal über Dieter Bohlen reden. Du warst 2018 bei DSDS, da warst du erst siebzehn.
Wie ist das eigentlich so hinter den Kulissen? Also nach deinen Erfahrungen, würdest du Menschen empfehlen, an diesem Format teilzunehmen?
[00:06:05] Speaker C: Nein, nein, klare Aussage. Die Antwort ist einfach nein. Also ich würde Menschen empfehlen, bei the Voice Kids teilzunehmen, da habe ich auch Erfahrung.
Hundertprozentige Empfehlung. DSDS würde ich jetzt leider nicht empfehlen können. Ja.
[00:06:25] Speaker B: Was war da, was dir nicht gefallen hat?
[00:06:28] Speaker C: Also es war tatsächlich Nummer eins, Ich hatte mich, ich hatte eine Einladung bekommen, also ich hatte mich nicht beworben, sondern ich hatte eine E Mail bekommen und da drin war es irgendwie total das Missverständnis, weil ich dachte, also das war von so einem Gastauftritt die Rede, deswegen dachte ich, ja gut, das wird wohl irgendwie, ich singe da einen Song. Ich weiß auch nicht, was ich dachte, aber als Ex Kandidatin von the Voice dachte ich irgendwie, man singt dann Song und dann ist das irgendwie eine spezielle Folge, war dann aber doch das Casting und dann, als ich das so ein bisschen mitbekommen hab, war ich so, naja, okay, dann bin ich jetzt anscheinend doch noch mal im Fernsehen, mache jetzt doch noch mal ein Casting mit und hab's irgendwie so angenommen. Und das war dann auch ganz cool, dieser Auftritt.
Alles weitere danach nicht mehr so. Also es gab dann noch so ein Re Recall, weiß ich noch, hieß das, das wurde gar nicht ausgestrahlt, wo wir noch mal einen Song gesungen haben. Und nach diesem Re Recall wurden ganz viele ausselektiert und es gab diesen Recall in Gruppen und ich habe das alles so ein bisschen verdrängt, aber grob gesagt war es, wir kamen 22 Uhr an der Location an, wurden in Gruppen aufgeteilt, haben den Song bekommen. Ich habe meinen Song in meinem ganzen Leben noch nie gehört und es hieß dann, wir haben um, ich glaube, zwei, drei Stunden später noch mal eine Probe. Das hat er sich aber alles super lange gezogen und dann wäre die Probe, glaube ich, um 2 Uhr nachts gewesen. Und da hatte mein Vater so ein bisschen die Strippen gezogen und ne, du gehst jetzt schlafen, weil ich so gestresst war, weil ein Gruppenmitglied von uns dann auch noch ausgetreten ist, weil ihr das zu blöd war. Und sie gesagt ne, das mache ich nicht.
Und vier, fünf andere Kandidatinnen auch noch ausgetreten sind.
Das wurde aber auch nicht gezeigt. Und dann war es eben so, dass man nächsten Morgen um sechs wieder von der Location los musste zum Drehtag. Und dann standen wir da und dann hat eine dritte Kandidatin von meiner Gruppe vor Ort Ja, also ich möchte nach Hause fliegen, ich möchte nicht mitmachen.
Und wir hatten den Song ja aufgeteilt in Dreier Nuancen sozusagen.
Und die zweite Person hatte dann gesagt, ich kann den Text nicht, kriege ich den Text in die Hand? Und dann meinte ich so ja, für mich ist es auch total schwer, weil ich muss ja jetzt von der anderen den Text mitsingen, den ich gar nicht gelernt habe. Und dann hatte er ja kein Problem. Die Michelle hieß sie Du fängst an, du kriegst den Text und dann gibst du ihn. Molly, wenn sie singen soll, kann man sich vorstellen, dass das zeitlich nicht ganz so hinhaut. Dann hat sie mir den Zettel gegeben. Ich hab sie nur angeguckt, weil mein Einsatz schon längst vorbei war in der Zeit, wo sie mir den Text gegeben hat, hat den so versucht anzusingen und dann wurde schon abgebrochen und ja, leider konntet ihr euren Text ja nicht, deswegen ja, Michelle, du bist noch weiter, du konntest ja ein bisschen einsteigen, aber bei Molly tut uns leid. Und ich stand da und dachte mir so, okay, hä? Und dann wurde es im Fernsehen aber gar nicht richtig ausgestrahlt, sondern es wurden so zehn Sekunden von unserem Auftritt gezeigt, wo es so aussah, als hätten wir halt einfach den Text vergessen.
Boah, das ist der Gossip.
[00:09:29] Speaker B: Ja mies, ich bin sprachlos. Das ist ja richtig mies.
Vor allem, ihr seid ja Kinder. Also das muss man immer noch mal sagen. 17, okay, fast schon erwachsen, aber am Ende ja eben doch noch nicht. Und selbst wenn es keine Kinder sind, wenn du 35 oder 40 bist, die Leute, die um 22 Uhr ankommen, denen zu hier übrigens ist euer Text, 2 Uhr nachts ist dann die Probe und am besten noch um 4 Uhr morgens die Aufzeichnung. Also das geht ja wohl gar nicht.
[00:09:59] Speaker A: Egal, ist halt noch zu drehen, das ist ja unfassbar.
[00:10:05] Speaker C: Ich glaube, das wurde ja nicht gedreht. Also abends war das so, dass das, wir kamen an und ich glaube, da war es so 8 Uhr oder so, als wir wirklich ankamen und dann hatte sich das alles so lange gezogen, weil so viele auch ausgeschieden sind und gesagt haben, ich mach das nicht, das ist mir zu spät. Und dann war es auf einmal 22 Uhr, die Gruppen wurden eingeteilt und es hieß, ja, ihr habt gleich eure Probe und ich weiß noch ganz genau, dass dann immer wieder später wurde und dann war es schon ein uhr nachts und da hat mein Vater gesagt, nee, wirklich, das ist jetzt, wir gehen jetzt gleich, du gehst jetzt schlafen. Also ich hatte ihn angerufen, weil der in einem anderen Hotel war und er meinte, geh jetzt schlafen, das geht so nicht und du musst auch nicht auftreten, mach das nicht. Und hat mir dazu abgeraten. Und ich meinte, naja, ich kann sie ja jetzt nicht alleine lassen. Das war eher so meine Empathie, weil ich wusste, alleine kann sie gar nicht aufdrehen, das ist gar nicht möglich, weil wir schon durch drei diesen Text geteilt haben. Und es war schon schwierig genug, als die eine dann gegangen ist und dann war ich so, ich gehe da morgen hin, aber selbst wenn ich weitergekommen wäre, wäre ich nicht mit nach Südafrika geflogen. Das hatte ich auch vorab schon meinem Dad gesagt und meinte so, ich mache jetzt diesen Auftritt, ich singe, aber danach war es für mich, weil das einfach, das konnte ich mir gar nicht vorstellen, im Ausland zu sein mit 17 und das irgendwie so zu haben, dass man dann 2 Uhr nachts irgendwie eine Probe hat oder so und diese lustigen Kandidat innen, sag ich jetzt mal, die man immer im Fernsehen sieht und so denkt, oh John, die sind ja schon ein bisschen abgefahren, die waren da halt auch vor Ort mit einem und es war teilweise auch ein bisschen creepy, sag ich jetzt mal so. Also einer ist auch die ganze Zeit rumgerannt, hat uns angeschrien und so und da weiß ich gab es auch noch, weil der weitergekommen ist nachher so große Schlagzeilen der Bild Zeitung, dass der irgendwie auch verhaftet wurde danach und so und Das ist ja öfter mal so, aber die sind dann halt auch wirklich mit einem da vor Ort und das ist gar nicht mal so cool. Also da ist so gesetteter, wo es wirklich um die Musik geht auch nur und nicht um noch einen Entertainment Faktor, the Voice oder the Voice Kids, glaube ich, angenehmer für Leute, die wirklich singen wollen.
[00:12:07] Speaker A: Es kann natürlich auch sein, dass sie diesen Part eingebaut haben, um einfach wirklich knallhart die Leute auszusieben, von in denen sie keinen Unterhaltungswert für die Sendung oder keinen Quotenwert für die Sendung sehen.
[00:12:19] Speaker C: Ja, das kann auch sein. Also es ist natürlich, es bringt natürlich auch was, wenn man den Text sozusagen, also es wurde ja auch so geschnitten, als hätten wir den einfach vergessen. Es wurde dieses ganze Gespräch davor, wo wir gesagt haben, ja, wir können den eigentlich gar nicht singen, weil die dritte Person weg ist, wurde gar nicht gezeigt. Also dass es eine dritte Person gab, das gab es auf jeden Fall nicht so im Fernsehen.
Das war schon eine Erfahrung. Also hat jetzt Dieter Bohlen nicht viel mit zu tun. Den fand ich ganz cool vor Ort. Das, was er, also okay, ich habe ihn ja nur einmal gesehen kurz und da war okay, aber da hatte ich zum Beispiel bei the Voice Kids eben mit Lena deutlich mehr Kontakt und das war schon auch anders, irgendwie ein anderer Vibe.
[00:13:02] Speaker B: Ja, liebe Molly, Dankeschön auf jeden Fall für das tolle Gespräch mit dir Hier bei Germany 12 Points, dem ESC Podcast. Wir sind übrigens auch am 9. Mai auf der Landesgartenschau Neuss mit einem Live Podcast eine Woche vor dem großen Finale. Was machst du da? Hast du da schon was vor am
[00:13:20] Speaker C: 9. Mai 9. Mai das kann ich dir gerade so gar nicht sagen.
[00:13:27] Speaker B: Wenn du Lust hast, kannst du ja mal schauen. Vielleicht kommst du ja ins Rheinland auf die Landesgartenshow mit uns zum Live Podcast.
Dann können wir weiterschnacken. Dann können wir weiterschnacken. Ich könnte jetzt wirklich drei Stunden noch mit dir reden. Das macht so einen Spaß.
Liebe Molly. Dankeschön. Danke schön. Danke schön, dass du hier im Podcast bei uns warst.
[00:13:49] Speaker C: Ich danke euch.