ESC: Molly Sue über Vorentscheid (Teil 2): von blutigen Füßen und Outfits

April 08, 2026 00:20:31
ESC: Molly Sue über Vorentscheid (Teil 2): von blutigen Füßen und Outfits
ESC Podcast: Germany 12 Points!
ESC: Molly Sue über Vorentscheid (Teil 2): von blutigen Füßen und Outfits

Apr 08 2026 | 00:20:31

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Show Notes

Willkommen zu Teil 2 unseres Deep Dives mit der fantastischen Molly Sue! Nachdem wir in der letzten Folge über den ersten Eindruck beim ESC Vorentscheid gesprochen haben, gehen wir heute ans Eingemachte. ✨ Alexander Scharff und Katja Feller diskutieren mit Molly Sue über die kontroverse Debatte zum Gesangsniveau der Live-Shows, die auf Social Media Millionen Wellen schlug. Molly gibt uns exklusive Einblicke hinter die Kulissen: Warum war das Live-Singen in der Show eine so große Herausforderung und wie hat sie selbst den Auftritt ihrer Kollegen wie Laura Nahr oder wavvyboi wahrgenommen? In dieser Folge erfahrt ihr außerdem: Hört rein und
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Episode Transcript

[00:00:00] Speaker A: Halli Hallo, ihr lieben und liebenswürdigen Menschen da draußen. Ihr hört Germany 12 Points, der ESC Podcast mit Alexander Schaaf und Katja Weller und Molly Su Halli Hallo. Teil 2 Molly Su Das ist so toll. Ich könnte jetzt irgendwie noch drei Stunden mit dir quatschen. Teil 1 ist in der Audiothek bei uns auf der Webseite und auf allen Plattformen, wo man Podcast hören kann. Und den kann ich euch empfehlen oder wir können euch den empfehlen, falls ihr jetzt hier einsteigt beim Podcast, hört euch unbedingt Teil 1 an. Molly Su ist so ein toller Mensch. Sie hat so viel zu erzählen und sie war Teilnehmerin beim ESC Vorentscheid Ende Februar. Ich glaube, das war der 28. Februar, hat man schon wieder vergessen, weil es doch schon wieder ein bisschen her ist. Und wir gucken natürlich alle schon voraus auf Wien auf den 16. Mai. Molly, Molly, Molly, schön, dass du wieder da bist und dass wir weitermachen. [00:00:57] Speaker B: Vielen, vielen Dank. Danke für das tolle Intro. Ich freue mich sehr und ich habe sehr viel zu erzählen. Also ich könnte auch noch drei Stunden reden. [00:01:05] Speaker A: Oh, Dankeschön. [00:01:06] Speaker C: Ja, Molly, dann steigen wir doch gleich mal mit einer ganz kontroversen Frage ein, denn wir haben ja kritisiert, dass das Gesangsniveau beim ESC Vorentscheid allgemein nicht ganz so gut war und hatten dazu auch einen Clip gemacht mit Laura N. Über Laura N. Und das ist ja auf Social Media mit 1,5 Millionen Aufrufen viral. Gegangen und wurde auch sehr kontrovers diskutiert. Und deswegen ist unsere erste Frage an Wie siehst du denn das Gesangsniveau der anderen Teilnehmer? [00:01:36] Speaker B: Also ich kann tatsächlich aus meiner Erfahrung nur sagen, wir haben ja die Proben nie so richtig mitgehört, sondern nur die Generalprobe, die kurz davor war, also wirklich ein paar Stunden davor. Und das war das Einzige, was wir gehört haben von den anderen. Und da fand ich tatsächlich, dass alle nochmal und deswegen hatte ich mich auch gefreut, für jeden Einzelnen noch mal so eine Schippe draufgelegt hatten zur Generalprobe davor. Ich habe mir gedacht, dass manche online danach auf jeden Fall sich auch was anhören dürfen, weil das einfach oft der Fall ist, auch nach dem ESC. Es ist halt eben eine große Reichweite und es ist live und Livesing ist immer noch mal was anderes. Ja, ich fand es tatsächlich aber trotzdem deutlich besser als die Generalproben. [00:02:20] Speaker A: Also das war schon besser als die Generalprobe tatsächlich. [00:02:24] Speaker B: Ich fand es tatsächlich besser. Ich hab mich danach auch richtig gefreut. Ich glaube, man hat das auch gesehen. Also ich kannte ja auch einige von denen jetzt aus dem Camp schon und hab mich dann für die gefreut, dass es so gut gelaufen ist. Und klar, Nervosität spielt auch noch mal mit rein. Aber ich fand es eigentlich, Ich fand es besser. Also ich fand es echter bei vielen und noch mal eine Schippe drauf auch [00:02:46] Speaker A: bei einigen, weil wir haben halt festgestellt und da sind wir auch gar nicht alleine, weil die Videos haben ja nicht umsonst so viel Aufrufe und extremst viele Likes, gerade bei TikTok. Alex, wie viel hatten wir da? Ja, irgendwie so Likes auf das Video von Laura N. Tatsächlich, was wir kritisiert haben, dass der Gesang nicht ordentlich war. Also die Basisanforderungen, dass man live auf der Bühne stehen kann und singen für den ESC, die wurden häufig leider eben nicht erfüllt. Und Laura hat uns tatsächlich extremst enttäuscht. Wir hatten sie eigentlich als Favoritin mit [00:03:21] Speaker C: dem Wir hatten sie auf der 3 im Ranking. [00:03:25] Speaker A: Das war ganz eng, unsere Top 3, nämlich Wavy Boy, Ragatzky und Laura. Na, wir haben sie sogar, dass sie uns an Billie Eilish erinnert. Das hatten wir sogar gesagt, aber wir waren da leider sehr enttäuscht von dem Auftritt. Also ist genau das Gegenteil eigentlich von dir gewesen. [00:03:42] Speaker B: Verstehe ich. Ja. Also ich glaube, chromatische Sachen sind eh sehr, sehr. Also gerade noch mal schwieriger. Wenn man da wirklich nicht direkt die Töne trifft, fällt es noch mehr auf, das zu verstehen und im Sitzen anzufangen, weiß ich. Also es ist halt schwierig gewesen, vor allem das Staging auch. Also ich glaube, das Gesamtpaket, ich glaube, das hat sie auch letztens irgendwo gesagt. Es hat halt einfach gefehlt. Und ich weiß nicht, wie unsicher sie dadurch auch war, ehrlicherweise. Also dass sie vielleicht auch dadurch ein bisschen verunsichert war, dass sie in der Generalprobe weiß ich, dass sie danach gesagt Hey, ein paar Tanzschritte lasse ich jetzt auch einfach weg, weil das kriegt sie gar nicht hin von der Luft her, Auch wenn man da ganz alleine ist und dann noch tanzen muss und singen muss. Also das hatte ich halt nur mitbekommen. Und natürlich auch ist online passiert. Ich verstehe auch, ich glaube, das war letztes Jahr Oder war das letztes Jahr mit Anime, Da war es ja ähnlich beim Vorentscheid, wo da tontechnisch das viral ging bei Instagram und bei TikTok. Und das hatte ich auch ganz oft gesehen und vorgeschlagen bekommen. Ich glaube, da war es tatsächlich irgendwie ein In Ear Fehler. Bei Laura habe ich das jetzt aber nicht mitbekommen. Also ich glaube, da war technisch gesehen auf jeden Fall nichts falsch. [00:04:53] Speaker A: Du hattest gerade gesagt, dass das Gesamtpaket nicht stimmte. Genau. Und bei ihr hatte man auch das Gefühl, warum steht sie da? Also uns kam die Frage, warum steht sie da eigentlich alleine auf der Bühne? Das wurde doch doch, aber ihr habt doch da Unterstützung vom SWR bekommen, oder nicht? [00:05:08] Speaker B: Ja, also bei mir war das auf jeden Fall so, dass ich schon Ende Dezember haben wir alles unsere Vorschläge einmal besprochen und dann relativ spät, würde ich eigentlich sagen, Ende Januar haben wir dann noch mal darüber geredet und das so ein bisschen finalisiert. Und da hatte ich dann direkt meine Vision reingegeben, hatte mit einem Team drüber gesprochen. Die haben ihr Feedback gegeben, ihre Vorschläge. Es gab auch Sachen, die ich abgelehnt habe tatsächlich, die auf deren Seite als Vorschlag kamen und so war es auch bei den anderen. Genau, aber es ist halt nicht so viel Raum für Improvement, wenn man etwas ablehnt. Also ich kann mir vorstellen, dass da irgendwie Tänzer innen abgelehnt wurden aufgrund von anderen Sachen. Also dass die Tänzerin und die Vision nicht ganz so gestimmt haben und sie dann einfach gesagt haben, ja, dann lassen wir es komplett, weil die Zeit halt auch nicht so ist. Ich glaube, das ist dann noch ein Monat gewesen. Und da so ein ganzes Tanzteam zu finden, wenn man das nicht direkt abstimmt, ist glaube ich auch nicht so einfach. [00:06:11] Speaker A: Ja, es war ja ein Tanzteam letztendlich, was dann in verschiedenen Acts auch aufgetreten ist. Du hattest eine Ballettänzerin, das war sehr schön, danke. [00:06:21] Speaker B: Ja, das war mein Wunsch. Also es war tatsächlich das erste Gespräch, was ich hatte mit dem Florian, der die Inszenierung gemacht hat. Da hatte er gesagt, das war total interessant, dass er sich bei dem Song etwas Drehendes vorgestellt hat, wie eine Spieluhr oder irgendwie. Und dann meinte ich, ich stelle mir eine Ballerina vor, weil dass mein Song auch so gut widerspiegelt. Alle sehen immer so eine graziöse, prima Ballerina. Aber was das für ein Schmerz auch mit sich bringt und was das für eine Stärke ist, die die da auch auf die Beine jedes Mal stellen, wenn sie da tanzen. Das sieht man nicht. Oder die blutigen Füße, ganz hart gesagt. Und deswegen wollte ich das so ein bisschen als Symbol auch haben. Und da waren wir dann direkt auf einer Wellenlänge. Das war echt ganz cool. [00:07:00] Speaker A: Ja, da gibt es auch so eine französische Serie über die Oper in Frankreich, wo man genau das mitverfolgen kann, über die Schwierigkeiten und die Härte des Berufs. Die habe ich mir angeguckt. Das ist eine fiktionale Serie. Ich weiß gerade nicht, wie die heißt, aber da erinnerst du mich gerade dran, wo du das gesagt hattest. Bei Arte lief die, glaube ich. Bei Arte lief die. Kannst du mal googeln, ich komm grad nicht drauf, aber Lecole oder irgendwas mit L École et Diese prima Ballerina heißt auf Französisch, glaube ich, Etol. [00:07:36] Speaker C: Es gibt eine Serie, die heißt E Toll. Genau, das ist eine Serie, die sehe ich jetzt gerade auf Amazon Prime Video, [00:07:43] Speaker A: die kannst du dir mal angucken, Molly. Die ist ganz, ganz toll. Die macht echt süchtig. [00:07:47] Speaker C: Primetime Emmy nominiert. [00:07:51] Speaker A: Die ist wirklich ganz toll. Also wenn du dich dafür interessierst, wenn das so dein Bild auch mit war, guck dir die Serie mal an, Die ist echt klasse. [00:07:57] Speaker B: Ja, danke. Das klingt sehr spannend. Also ich habe mich ja auch mit der Ballerina dann unterhalten und sie fand es, also man sieht es wirklich nicht oft, was da alles so hinter steckt. Deswegen umso spannender gucke ich mir auf jeden Fall an. [00:08:10] Speaker A: Und sag mal, wer hat dein Kleid gemacht? Weil ich fand, du hattest das allerschönste Outfit an. Also das war so toll. [00:08:16] Speaker B: Das war der Dirk. Dirk Zilken heißt der. Ich glaube auch auf Instagram. Ich gucke einmal ganz kurz. Ja, Dirk Zilken, also Z I L K E N. Und der kommt auch aus Hamburg. [00:08:30] Speaker A: Ist der Kostümdesigner, oder? [00:08:32] Speaker B: Ja, das ist ein Designer. Und der hat auch schon für die Karmai Festspiele und sowas designt, was ganz cool war, weil ich ja diesen ritterlichen Arm auch im Sinn hatte, um meinen Arm einfach auch zu stützen und weil ich es auch cool symbolisch fand. Und das Witzige war, wir haben beide vom ESC, der Beauftragten sozusagen unsere Moodboards geschickt, ohne die von dem anderen zu sehen. Und es waren fast die gleichen Sachen drin, die gleichen Bilder, die wir rausgesucht hatten. [00:08:58] Speaker A: Das ist ja unglaublich Wir waren dann [00:09:00] Speaker B: ja gut, dann wissen wir, in welche Richtung es geht. Er hat dann wirklich innerhalb von einem Tag fünf Skizzen geschickt und ich war das ist es. Und dann hat er angefangen. Innerhalb von einer Woche hatten wir dann die erste Kostümprobe und dann, ich glaube, zwei Wochen oder so. Das war wirklich fix, wie der das da auf die Beine gestellt hat und auch mit dabei war hinter der Bühne die ganze Zeit mir geholfen hat, bei der Generalprobe geguckt hat, wie sollte das Kleid liegen? Und ganz, ganz toll, wirklich ganz, ganz toller Mensch. [00:09:32] Speaker A: Noch mal kurz zur Erklärung. Du hattest ein sehr langes, weißes Kleid an. Man hat das von vorne oder von der Seite erst gar nicht gesehen, dass das tatsächlich so eine lange Schleppe hat. Das sah ganz edel aus. Und dann hattest du ja so braune Lederschnallen oder so an einer Seite dran, Also ganz cooles, ausgefallenes Design. Und das hat sich, ich sag mal, vom Sehen her auch aufgebaut, weil man da mehrfach hingucken musste, um das zu entdecken. Nicht musste, sondern konnte, um es zu entdecken. Also mir hat das sehr, sehr gut gefallen und auch wie du darin performt hattest. [00:10:11] Speaker C: Das hat auch mit dem Bodennebel zusammen funktioniert. Das floß so ineinander über. Das fand ich auch ziemlich stark. [00:10:19] Speaker B: Der hat sich gelohnt, auch wenn ich danach das Gefühl hatte, ich habe eine Seife gegessen. Also wir hatten tatsächlich, ich weiß gar nicht, jetzt müsste ich lügen, ich glaube, wir hatten insgesamt drei Proben, also gar nicht so viele auf der Bühne oder nur zwei vor der Generalprobe. Ich glaube zwei und dann die Generalprobe, also drei insgesamt. Und wir hatten nur bei der Generalprobe den Nebel angemacht, weil das vorher irgendwie immer vergessen wurde. Und dann dachte ich schon bei der oh je, das ist doch ganz anders als die letzten Tage, das macht schon was. Und da war ich auch wenn in Wien noch mehr Nebel kommt, also man hat ja so gedacht, was macht man denn, wenn man wirklich nach Wien kommt, Was macht man besser, was macht man mehr? Da war ich so, also Nebel können wir nicht noch mehr, da müssen wir irgendwas anderes auffahren. Das ist schon das Maximum gewesen. [00:11:09] Speaker A: Wie hast du dich eigentlich vorbereitet auf den Vorentscheid? Also wie oft hast du geprobt, Auch so in dieser Wechselwirkung mit der Kamera, dem der Jurykompatibilität tatsächlich gar nicht ultra [00:11:21] Speaker B: viel weil mir viel wichtiger war, dass ich singen kann. Also ich hatte ein bisschen vor Ort haben die uns auch Leute übernehmt euch nicht, weil ich glaube durch dieses, ich glaube Abo und Tinder, da war das ja auch so, dass sie krank war lange und sich das alles so ein bisschen gezogen haben. Und ich glaube, davor hatten die auch Angst, dass wir unsere Stimme verlieren oder krank werden, weil man muss halt auch performen können und das auch viel. Und wenn es nach Wien gegangen wäre, wären das ja noch viel mehr Proben, einfach mal so 16 am Stück hin und her und weiß ich nicht was an einem Tag zwei, dreimal diesen Song performen. Und deswegen hat man geübt, aber in Maßen. Ich persönlich hatte mir einen Proberaum gemietet in Berlin privat und hab da, weil ich das erste Mal mit inears gesungen habe, also ich hatte vorher nie In Ears, ich hatte immer nur einen Monitor und hab mir für den ESC extra welche anfertigen lassen und hab dann eine Woche in diesem Proberaum gesungen, jeden Tag so eine Stunde. Ich habe Supplements genommen, ich bin viel schwimmen gegangen, damit ich körperlich so ein bisschen fit bin und habe mich darauf versucht zu fokussieren. Also schwimmen bei mir ist auch eher so Oma Reha Sport, um ehrlich zu sein, Aber ich habe es gemacht, so ein bisschen Aquajogging, so kann man sich das vorstellen. Und ja, dann hatte ich eben diese drei Proben auf der Bühne und hatte da vor Ort dann auch eine ganz tolle Vocal Coachin, die Sonja, die mir auch noch mal ganz viel Kraft gegeben hat, die witzigerweise auch bei Lena Vorband war und super mit ihr befreundet war. Und das war irgendwie auch wieder so ein Full Circle Moment, ganz ganz funny. [00:12:52] Speaker A: Es hat alles so sein sollen. [00:12:54] Speaker C: Wen hattest du denn beim Vorentscheid, beim deutschen Finale auf dem KiKA sozusagen als stärksten Konkurrenten sozusagen? [00:13:03] Speaker B: Also in Anführungsstrichen Konkurrenten immer Simon, also Wavy Boy. Also ich mochte ihn schon im Camp super gerne, wir haben uns gut verstanden und ich wusste schon, als er da seine Songs gespielt hat, dass er einfach super, super gut ist. Und Dreamboys mochte ich am Anfang tatsächlich. Also von der Idee und von der Grundidee habe ich sie auch sehr stark gesehen. Wir hatten zum Beispiel nur ganz kurze Ausschnitte, als wir uns alle das erste Mal gesehen haben und so eine Vorstellung, da dachte ich so, boah, eine Girlband ist auch irgendwie cool. Genau, aber bei mir war Wavy schon immer, also ich wusste irgendwie, wir haben auch immer so miteinander so Witze gemacht und gesagt, ja, dann sind wir nachher im Finale, Hauptsache einer von uns so aus Witz, Hauptsache einer von uns gewinnt. Ist nicht so gekommen, aber wäre cool gewesen. [00:13:48] Speaker A: Aber ihr wart beide im Finale. [00:13:51] Speaker B: Beide waren, das war auch einer von unseren Zielen. [00:13:55] Speaker A: Ziel erreicht. [00:13:56] Speaker B: So, das Ziel wurde erreicht. [00:13:58] Speaker A: Das Ziel wurde auf jeden Fall erreicht. Naja, man muss ja auch sagen, es waren neun Leute. Es kann halt nur einer gewinnen und die Chance steht halt mal eins zu neun. [00:14:06] Speaker B: Sowohl, ich glaube, da kann ich auch für Simon reden, sowohl er als ich waren auch echt sehr positiv überrascht, wie hoch doch die Stimmen dann waren. Also es war, wenn man überlegt, man steht da mit jemandem, der Millionen von Followern hat und auch Leute hat noch hinter sich, die Millionen von Followern haben, die das irgendwie supporten und posten und so. Und gerade bei mir war es so, dass ich dachte, ja ich mit meinen 60 1000 Followern mal gucken wie es wird und dass ich dann doch so viele Stimmen hatte prozentual. Das fand ich sehr, sehr schön und das war für mich wie so ein Gewinn einfach schon. [00:14:39] Speaker A: Dein Auftritt war auch einfach der beste. Konkurrenzlos. Konkurrenzlos war das einfach das Beste. [00:14:46] Speaker C: Und ich finde das mit den ganzen Followern auch schwierig, weil das sind ja wahrscheinlich so vermute ich bei Sarah ja eher deutsche Fans, die ja international für Deutschland ja gar kein Stimmrecht haben. Also das wird international natürlich dann nicht mehr so helfen wie jetzt im deutschen Vorentscheid. [00:15:05] Speaker B: Ja, das stimmt natürlich. [00:15:06] Speaker A: Deswegen ist das auch irrelevant, ob ein Künstler viele Follower hat beim Vorentscheid oder nicht, weil du musst ja international performen, du musst international die Leute begeistern können und wenn man das nicht kann, dann ist man da einfach falsch. Also deswegen, für uns ist das, ich sag mal, der Social Media Auftritt ist wichtig, aber es ist jetzt nicht zwingend wichtig, im eigenen Land viele Follower zu haben, sondern wenn Follower dann möglichst auch außerhalb von Deutschland genau die abstimmen. [00:15:41] Speaker B: Ja, das stimmt auf jeden Fall. Aber für den Vorentscheid dieses Jahr war es natürlich eben auch ein entscheidender Faktor, wenn man mit jemandem ins Telefon Voting kommt, dass man da eben die Deutschen nur hat. Da konnte man ja nicht international irgendwie jetzt anrufen sondern was wäre euer Vorschlag? Das würde mich mal interessieren, wie man so den Vorentscheid machen sollte. Also von Publikumsvotes hin zu Jury Vote. Was wäre da so eure Expertise? [00:16:06] Speaker C: Also wir wären da ganz radikal und wir würden das Publikum wahrscheinlich gar nicht abstimmen lassen. [00:16:13] Speaker B: Okay, check. [00:16:14] Speaker C: Das ist jetzt natürlich ein kontroverser Take für einige. Also es gibt ja in der ESC Community ganz andere Stimmen, die sagen, alles soll durch das Publikum abgestimmt werden. Ich glaube, bei einem anderen Podcast ist das so, dass sie der Meinung sind, aber wir würden wahrscheinlich auch die ganze Vorentscheidsshow einsparen, weil da spart man ja auch ein bisschen Geld, die man dann auch in den Auftritt mal stecken könnte, die dann halt beim Finale ist. Und das würde vielleicht unsere Gewinnwahrscheinlichkeiten erhöhen, wenn man denn als Sender auch gewinnen möchte, weil wenn man gewinnt, dann muss man ja dann auch die ganze Show am Ende bezahlen, wenn die im Land ist. [00:16:55] Speaker B: Upsi. [00:16:59] Speaker A: Wir haben uns lustigerweise erst vorhin, als ich im Bus saß nach Hause gefahren bin, haben wir uns wirklich erst darüber unterhalten. Das, was Alex jetzt gesagt hatte, haben wir da besprochen und wir würden das so machen, dass wir aus den, ich sag mal, Acts, die zur Verfügung stehen, bzw. Man hat ja auch eine Vorauswahl, also der SWR hat ja auch eine Vorauswahl getroffen, sagen wir mal, es stehen jetzt 100 Acts zur Verfügung. Wir haben ja unsere ESC Erfolgskriterien, da werden wir dieses Jahr auch noch mal wieder drauf eingehen. Letztes Jahr war es in Folge 14, [00:17:32] Speaker C: Alex, Folge 14, Folge 17 hatten wir die auch noch mal gehabt. Noch mal aus einer anderen Perspektive. Beide empfehlenswert. [00:17:41] Speaker A: Wir würden tatsächlich den Act ganz strikt nach den Erfolgskriterien auswählen. Unter anderem wäre ein Erfolgskriterium auf Deutsch zu singen. Also das haben wir nicht durch ABBA und Tünne aufgestellt, sondern schon vor drei Jahren, weil wir herausgefunden haben, dass international die Songs unter anderem sehr gut funktionieren, die in der eigenen Sprache gesungen sind. [00:18:03] Speaker B: Ja, verstehe ich. [00:18:05] Speaker A: Also das kommt sehr gut an beim internationalen Publikum, egal ob das jetzt jemand aus Finnland ist oder auch aus dem Balkan. Gerade in Südeuropa wird das ja sehr gut durchgezogen und auch in Finnland hat man letztes Jahr auch gesehen, es funktioniert. Oder Barabado Bastu hat auch super wieder funktioniert. Das wäre ein Erfolgskriterium. Danach würden wir zum Beispiel aussuchen, Katja [00:18:31] Speaker C: wird jetzt gleich ein Genre vorschlagen, das Deutschland noch nicht zum ESC geschickt hat und das total überraschend wäre, aber auch gleichzeitig urdeutsch wäre. Wenn ihr erfahren wollt, was das für ein Genre ist, dann müsst ihr die Nächste Folge Germany 12 Points, der ESC Podcast wieder einschalten, wo wir weiter mit Molly Su darüber sprechen. Denkt, keine Folge ist länger als 20 Minuten, deswegen müssen wir jetzt leider aufhören. Bei uns bekommt ihr immer fachliche, tiefe Hintergründe und Analysen und wir stellen Fragen, die andere nicht fragen. Und wir sprechen in der nächsten Folge weiter über die Erfolgskriterien. Denkt, Wir sind am 09.05.2026 auf der Landesgartenschau mit einem Live Podcast kurz vor dem ESC Finale. Wir geben den Startschuss in die ESC Woche. Seid dabei, schaut rein, googelt nach der Veranstaltung und hoffentlich sehen wir euch da und wir hören uns in der nächsten Folge.

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